News

12.02.2020 10:52 Alter: 145 days
Kategorie: Robert Laimer

12. FEBRUAR 1934 - mit Schwerpunkt Sankt Pölten


Seit 131 Jahren, seit Gründung der Sozialdemokratischen steht die Gewalt der Idee im Mittelpunkt unseres Handelns und NICHT die Idee der Gewalt, wie es der Faschismus lehrte!

Film: In Gedenken an die Opfer des Austrofaschismus in Österreich und im Speziellen in St. Pölten

Der "Austrofaschismus" ist die Bezeichnung für das in den Jahren 1933/34 in Österreich etablierte autoritäre Herrschaftssystem, das von Kreisen der Heimwehr und christlich-sozialen Politikern maßgeblich entwickelt wurde. Beeinflusst vom italienischen Faschismus Mussolinis und untermauert vom politischen Katholizismus, ersetzte der Austrofaschismus die demokratische Verfassung sowie den Parlamentarismus in Österreich. Fortan wurde die Bevölkerung von einem autoritären, ständestaatlichen System beherrscht.

Erstmals wurde die Ideologie des Austrofaschismus im sogenannten "Korneuburger Programm" vom 18. Mai 1930 ausformuliert. Von März 1933, der Ausschaltung des Parlaments, bis Februar 1934, der gewaltsamen Niederschlagung der Sozialdemokratie durch die reaktionärsten Kräfte der Christlichsozialen Partei (CSP), setzte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß den autoritären Kurs gegen die Opposition durch und vollendete ihn mit der neuen Verfassung vom 1. Mai 1934. 

Auch die NÖ-Landeshauptstadt St. Pölten war umkämpfter Schauplatz im österreichischen Bürgerkrieg und forderte seine Opfer. Dieses Video wurde 2019 anlässlich der Gedenkveranstaltung: 85 Jahre Bürgerkrieg im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts St. Pölten gedreht und soll all den mutigen Menschen gedenken, die sich gegen den Austrofaschismus zur Wehr gesetzt haben. Einige dieser Widerstandskämpfer sind, wie Viktor Rauchenberger oder Johann Hoys, ermordet worden. Andere wie Maria Emhart wurden inhaftiert oder interniert.

Prominente Persönlichkeiten wie St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, der Historiker Dr. Florian Wenninger, der Stadtarchivar Mag. Thomas Lösch und der sozialdemokratische Abgeordnete zum Nationalrat Robert Laimer erinnern in dem Video an die Zeit des Februars 1934 in St. Pölten und beschreiben, welch schreckliches Unrecht zu damaliger Zeit an der Bevölkerung begangen wurde.

Weiterführende Links: