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23.09.2019 18:26 Alter: 27 days
Kategorie: Robert Laimer

Der Preis ist heiß: Wie kann es sein, dass Lebensmittel in Österreich teurer sind als in Deutschland?


Als rot-weiß-roter Konsument frage ich mich seit vielen Jahren, warum die Preise für idente Lebensmittel bei uns teurer sind als in Deutschland. Um das zu beweisen, habe ich mit meiner Cousine, die in der bayrischen Stadt Landsberg lebt, vergangene Woche ein Experiment durchgeführt. Wir beide waren – mit einer Einkaufsliste ausgestattet – beim Lebensmittelhändler in St. Pölten bzw. Bayern einkaufen – z.B. Milch, Käse, Brot etc. Und siehe da, die Preise in Österreich sind zum Teil deutlich höher. Diesen Umstand stellt übrigens auch die Arbeiterkammer schon seit Jahren fest und bemängelt dies – im Sinne der österreichischen Konsumenten – vollkommen zu Recht.

„Der Vergleich zeigt, dass das tägliche Leben in Österreich teurer ist als in Deutschland. Ich habe um exakt EUR 4,20 mehr bezahlt als meine Cousine, obwohl bei meinem Kleineinkauf das Waschmittel sogar um 50% verbilligt war. Ziemlich große Preisunterschiede gab es bei den Toilette-Artikel. Da befinden wir uns bei Preisunterschieden im zweistelligen Prozentbereich.“, so Nationalrat Robert Laimer.

Fazit: Anscheinend führt Konkurrenz doch nicht automatisch zu niedrigeren Preisen, wie uns die neoliberalen Marktversteher immer weismachen wollen. Traurig nur, dass der Handelsverband die eklatanten Unterschiede der Einkaufspreise nicht anerkennt und ständig nur Ausreden sucht. Im Sinne einer fairen Preispolitik zwischen Österreich und Deutschland wäre es vernünftiger, die Verbraucherpreise hierzulande so zu gestalten, dass die gleichen Produkte mit der gleichen Qualität das Preisniveau wie im Nachbarland haben. Dafür gilt es sich stark zu machen!