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17.04.2020 11:00 Alter: 193 days
Kategorie: Robert Laimer

Robert Laimer warnt vor Internet-Betrug: Digitale Raubzüge auf Rekordniveau!


Traurig, aber wahr - die Kriminalität im Internet steigt Jahr für Jahr. Daher gilt es die Bevölkerung und die heimischen Betriebe ordentlich wachzurütteln und gezielt Präventionsmaßnahmen zu setzen. Die Aufgabe zur Sensibilisierung übernimmt seit Jahren SPÖ-Nationalrat Robert Laimer, der bereits selbst Opfer von hinterlistigen Betrügern wurde. Seine Forderung: Mehr Aufklärungsarbeit, besserer Schutz von Konsumenten und Ausbau der Cybercrime-Bekämpfung.

Die Betrugskriminalität im World Wide Web ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Dies zeigen unter anderem die offiziellen Zahlen aus dem Innenministerium, die Robert Laimer im Zuge einer parlamentarischen Anfrage angefordert hat. Innerhalb nur eines Jahres (von 2018 auf 2019) hat der Internetbetrug alarmierend zugenommen:

  • Trickbetrug (+ 107,5%)
  • Darlehens- und Kreditbetrug (70,8%)
  • Anlagebetrug (+68,6%)
  • Vorauszahlungsbetrug (+22,2%) 
  • Bestell- und Warenbetrug (+11,7%)

Beim Warenbetrug lag die Anzahl der Straftaten im Jahr 2019 bei nahezu 10.500 Fällen. Tendenz weiter steigend.

Mittlerweile ist, laut einer Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens, bereits fast jeder zweite Österreicher mit Online-Betrug konfrontiert. Dies gilt für Konsumenten wie auch heimische Unternehmen. Die Bandbreite an Online-Betrügereien ist vielfältig und richtet bei den Opfern teilweise einen enormen ökonomischen Schaden an.

Kampf gegen Internet-Betrug: SPÖ-Laimer für effektivere Maßnahmen
Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Robert Laimer ist im Jahr 2018 Opfer von Internet-Kriminellen geworden. Unbekannte haben sich in Laimers Namen eine Mail-Adresse angelegt, über diese im Internet eingekauft und die Waren nach Salzburg senden lassen. Erst als ein Inkassobüro die Zahlung eingefordert hat, ist der Schwindel aufgeflogen. Robert Laimer dazu: „Ich bin kein Einzelfall, habe jedoch hautnah miterlebt, wie machtlos man gegenüber den Internet-Betrügern ist. Sobald die erste Mahnung gestellt wird oder sich das Inkassobüro meldet, sollte sofort bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Weitere Schritte, wie die Informierung des Versandhauses, des Online-Shops oder des Inkassobüros schützt vor Pfändung und weitreichenden Rechtsstreitigkeiten!“

Um anderen Menschen den Schock, den wirtschaftlichen Schaden und die langwierigen Unannehmlichkeiten zu ersparen, engagiert sich Laimer seither tatkräftig gegen die kriminellen Machenschaften im Internet. Erst kürzlich hat der Abgeordnete aus Niederösterreich eine parlamentarische Anfrage zum Thema „Internet-Betrug“ gestellt. Aufgrund des kontinuierlichen Anstiegs der Straftaten, fordert Laimer von der Regierung konkret drei Maßnahmen ein:

  1. öffentlichkeitswirksame Aufklärungsarbeit
  2. bessere Schutzmechanismen für potenzielle Opfer (z.B. bei Identitätsmissbrauch oder vor betrügerischen Investmentportalen)
  3. Ausbau der Betrugsbekämpfung (durch mehr Personal und Equipment)

„Natürlich ist der explosive Anstieg auch für die Polizei eine enorme quantitative und qualitative Herausforderung. Um Cyber-Kriminalität effizient zu begegnen, braucht es vor allem gut ausgebildete Spezialisten und die beste technische Ausstattung. Da muss das Innenministerium ihre Schlagzahl deutlich erhöhen!“, stellt Laimer klar.

Laimer warnt: Corona-Krise „Beschleuniger“ von Online-Betrug
Cyber-Kriminelle gehen auch in Zeiten der Corona-Krise auf Beutezug. Laut Internet-Ombudsmann, einer staatlich anerkannten Verbraucherschlichtungsstelle, nutzen diese gezielt den aktuellen Boom beim Online-Shopping. Virtuelle Fake-Shops ködern vor allem mit Atemschutzmasken, Desinfektionsmitteln sowie Schutzkleidung und locken den Verbrauchern das Geld aus der Tasche. Zudem sind auch gefälschte e-Mails im Umlauf, die auf Datendiebstahl abzielen oder Schadsoftware auf den Endgeräten einschleusen.

Dreiste Betrugsfälle gibt es aktuell vermehrt auch durch Film-Streaming-Plattformen. Vermeintliche Gratis-Angebote entpuppen sich im Nachhinein als kostenpflichtig abgeschlossene Mitgliedschaften. Gleichzeitig haben auch die Beschwerden bei Abo-Fallen mit Kreditkartenabbuchungen laut Internet-Ombudsmann zugenommen. So wird Nutzern via SMS, Spam-Mails oder Werbung vorgetäuscht, sie hätten bei einem Gewinnspiel gewonnen. Gibt man seine Kreditkartendaten bekannt, buchen die Betrüger monatlich Geldbeträge vom Konto ab.

„Die grenzenlose Freiheit im Netz darf hinterhältigen Betrugsmaschen nicht Tür und Tor öffnen. Gesetzliche Regeln der ‚analogen Welt‘ haben auch im Internet zu gelten. Es kann nicht sein, dass Betrüger völlig wahllos eine Mail-Adresse anlegen können und sich so die Identität einer anderen Person einverleiben. Hier braucht es Schutz- und Kontrollmechanismen.“, so Laimer abschließend.